Gender Lifetime Earnings Gap

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Der "Gender Lifetime Earnings Gap misst die Geschlechterlücke im Lebenserwerbseinkommen, bezogen auf das Lebenserwerbseinkommen der Männer in %. Das Lebenserwerbseinkommen bezeichnet dabei das akkumulierte Einkommen zwischen dem Erwerbseinstieg und dem letzten Beobachtungsjahr einer Person nach mindestens 30 Jahren individuell beobachteter Erwerbsspanne.

Der Gender Lifetime Earnings Gap liegt im Durchschnitt, das heißt über die gesamte Einkommensverteilung, bei 49,8 %. Dabei ist die Lücke am unteren Ende der Lebenseinkommensverteilung am höchsten und nimmt mit steigendem Einkommen ab. Für die untersten fünf Prozent der Verdienenden liegt die Lücke bei rund 69 %, für die obersten fünf Prozent bei nur noch rund 34 %.

[Datei:lifetime earnings gap.jpg]

Bereits mit 35 Jahren haben Männer in allen Berufssegmenten mehr Einkommen akkumuliert als Frauen. Mit 55 Jahren beträgt die Lücke in sozialpflegerischen Berufen 36 % und in Verkaufsberufen 61 %."[1]

Zentrale Gründe für den Gender Lifetime Earnings Gap sind Auszeiten im Erwerbsleben, Arbeit in Teilzeit sowie das Berufswahlverhalten und die damit verbundenen unterschiedlichen Lohnniveaus. "Der Unterbrechungseffekt ist im Umfang weit bedeutsamer als der Geschlechtereffekt. Frauen verlieren durch Erwerbsunterbrechungen und Teilzeit weit mehr Einkommen als in Vollzeiterwerbsverläufen gegenüber Männern"[2]

References

  1. (sic.)BMFSFJ (2017). Dauerhaft ungleich - Kurzfassung der Studie
  2. BMFSFJ (2017). Dauerhaft ungleich - Kurzfassung der Studie

HWWI (2016). Dauerhaft ungleich - Berufsspezifische Lebenserwerbseinkommen von Frauen und Männern in Deutschland

HWWI (2017). Gender Lifetime Earnings Gap - exploring gendered pay from the life course perspective